MCP-Preisformel
Ethylen-Lieferverträge Preisformel
In Ethylen-Lieferverträgen, insbesondere in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Niederlande), ist die Preisformel üblicherweise an einen sogenannten „Monthly Contract Price“ (MCP) gekoppelt.
Diese Preisformel dient dazu, das Risiko der Preisvolatilität zu reduzieren und basiert auf Branchenpreisreferenzen, die aus bilateralen Verhandlungen zwischen Ethylen-Käufern und -Verkäufern resultieren.
Typische Elemente der Preisformel
Der MCP als Referenzwert:
Der Monatskontraktpreis (MCP) ist kein direkter Nettopreis, sondern ein wesentlicher Bestandteil der vertraglichen Preisformel. Er wird monatlich in bilateralen Verhandlungen zwischen Marktteilnehmern „gesettelt“ (festgelegt).
Volatilität:
Aufgrund der natürlichen Preisschwankungen von Ethylen auf dem Markt sind solche Formeln notwendig, um den tatsächlichen Einkaufspreis für die Vertragspartner abzubilden.
Kartellrechtliche Aspekte:
Beispielhafte (vereinfachte) Struktur
Dabei können folgende Anpassungen vorgenommen werden:
Gewichtsfaktoren: Diese können basierend auf der Abnahmemenge oder der Vertragslaufzeit variieren.
Zuschläge/Abschläge: Individuelle Anpassungen für Qualität, Lieferbedingungen oder spezifische regionale Gegebenheiten.